Andorn

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Auch genannt

weisser Andorn, weisser Dorant, Gotteshilfe, Gottvergessen, Helfkraut, Mariennessel, Marobelkraut, Mutterkraut, Siegminzenkraut, Weissleuchtkraut

Beschreibung

Wächst an Hecken, Mauern, auf unbebauten Plätzen, Schutt und an Zäunen. Wird etwa 60 cm hoch. Der Stengel ist verästet und mit weissen Härchen bedeckt. Die Blätter sind rundlich-einförmig, filzig und ungleich gekerbt. Die Blüte ist schmutzigweiss, sie erscheint Juli, August und September. Man sammelt das blühende Kraut (Juli, August und September). Der Andorn kommt in ganz Europa vor.

Verwendung

Beachten wir all diese Namen die der Andorn trägt und suchen wir nach seiner Heilkraft, so werden wir erfahren, dass er sie nicht umsonst trägt und er mit Recht so vielseitig benannt wird. z.B. der Namen "Berghopfen" verrät seinen Bitterstoff, weshalb der Andorn früher anstatt des heutigen Hopfen in der Bierbrauerei verwendet wurde. Die Griechen wandten früher den Andorn als letztes Mittel bei Gelbsucht, Leberleiden und Lungenleiden an.

Seine Bestandteile wirken stärkend, auflösend und anregend, deshalb wird der Andorn in der Heilkunde so sehr geschätzt und bei Brustverschleimung und Schwindsucht benutzt. Man nimmt Andorn-Absud auch bei solchen Krankheitsformen wie Schwermut, Hysterie, die infolge Schwäche bedingt werden; sodann bei Asthma, chronischem Durchfall und allen Drüsenleiden.

Auf 1 Liter Wasser nimmt man von den Andornblättern, was man mit fünf Fingern fassen kann, lässt etwa 5 Minuten sieden und benutzt den Absud mit Zucker oder Honig gesüsst am Tag schluckweise; etwa 2-3 Tassen.

Äusserlich zu Waschungen bei bösem Ausschlag nimmt man 2 Teile Andornblätter, 1 Teil Eichenrinde, siedet beide zusammen und wäscht damit den Ausschlag, aber der Absud muss recht warm sein. Die Behandlung unternehme man vor dem Schlafengehen. Damit man sich aber nach der Behandlung nicht erkältet, achte man auf die nötige Körperwärme. Dieses Kraut kann auch gegen Keuchhusten und Bleichsucht mit gutem Erfolg angewandt werden. Bei Stockhusten, dann besonders bei Leberbeschwerden und Lungenbeschwerden und gegen die daherrührenden Leiden hat der Andorn schon oft geholfen. Wahrscheinlich daher auch sein Name "Helfkraut".

Siehe auch

  • Krankheiten, die mit Andorn behandelt werden



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