Anserine

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Auch genannt

Gänserich, Gänsefingerkraut, Krampfkraut, Silberkraut

Beschreibung

Wächst um die menschliche Siedlung, an Wegen, Zäunen und auf Schutt kriechend auf dem Boden. Hat viele rote, ganz kahle, ebenfalls auf dem Boden kriechende Ausläufer, diese werden oft einen halben Meter lang. Von diesen Läufern erhebt sich ein etwa 10 cm hohes Stielchen, dieses trägt die fünfblättrige gelbe Blüte, welche Mai, Juni, Juli und August, zum zweitenmal im Herbst, aber später nur seltener erscheint. Die grünen Blätter sind etwa 10 cm lang, stark gefiedert, auf der unteren Seite silberweiss; sie sitzen an dem Wurzelstock. Man sammelt die Blätter und Blüten während der Blütezeit (Mai, Juni, Juli und August und im Herbst.

Verwendung

Anserinekraut in Milch gesotten, getrunken und äusserlich zu Bädern benutzt ist ein sicheres Mittel gegen Blutvergiftung; bei öfterem Gebrauch hilft es auch in schweren Fällen schnell; ausserdem leistet dieses Kraut unvergleichliche Dienste bei Krämpfen und Bauchschmerzen aller Art. Die alten Kräuterbücher empfehlen Anserine selbst bei Starrkrampf, soweit noch irgendwie zu helfen ist. Auch kann man es dort anwenden, wo die Blutwurz angezeigt ist; denn Anserinenkraut wirkt zusammenziehend und verschafft dem Blut seinen richtigen Lauf. Nach Dr. med. Seelig macht Anserine gesundes Blut. Dr. Th. Zuigeri berichtet in seinem grossen Werk: "Anserinekraut wirkt sehr vorteilhaft bei Leberleiden verschiedener Art, wenn eine Zeitlang genommen wird." Kneipp hielt dieses Kraut sehr hoch in Ehren wegen seiner zuverlässigen Heilwirkung, die es bei richtiger Verwendung erziehlt.

Eine Kräutermischung mit Anserine wird als Kräutertee gegen Darmkolik verwendet.

Siehe auch



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