Bärlapp

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Auch genannt

Blitzmoos, Erdmoos, Johannisgürtel, Krampfmoos, Katzenleitenmoos, Kolbenmoos, Lauskraut, Löwenfuss, Mörsenmann, Neuheilmoos, Schlangenmoos, Seilmoos, Trudenfussmoos, Teufelsklauenmoos, Streupulvermoos, Wolfsklauenmoos, Zigeunermoos

Beschreibung

Wächst in trockenen Nadelwäldern. Hat einen 30 - 100 cm langen auf dem Boden kriechenden Stengel; dieser hält sich mit seinen dünnen Wurzelchen in dem Laub fest; er trägt nadelartige, sehr dicht aneinanderliegende Blätter. Von dem Stengel erhebt sich ein etwa 20 cm hoher, gabelartiger Kolbenstiel, dieser trägt eine bis 7 cm lange Ähre (Kolben), welche im September den gelben Blütenstaub enthält, der im Handel Hexenmehl genannt wird. Der Bärlapp ist durch seinen gelben Blütenstaub und seine Kolben von den übrigen Moosarten leicht zu unterscheiden. Man sammelt das Moos den ganzen Sommer, das Hexenmehl (Blütenstaub) im September.

Verwendung

Der Bärlapp wirkt besonders günstig bei Gallenleiden und Leberleiden, ausserdem gegen Stuhlverstopfung. Wie uns sein Name "Krampfmoos" verrät, findet dieses Moos auch bei Krämpfen aller Art Verwendung. Bei chronischer Leberentzündung ist der Bärlapp unentbehrlich. Dieses Moos hilft dem Genesenden schnell wieder zur vollen Kraft und zu seiner Korpulenz, die er während der Krankheit verloren hat; auch dann, wenn der Patient selbst bis zum Skelett abgemagert ist. Wenn das Mittel zur richtigen Zeit und in richtiger Form und Dosierung genommen wird, wirkt der Bärlapp bei mancherlei Leiden der Brust und des Unterleibs, der Geschlechts- und Harnorgane, gegen Rheumatismus, Knochenauftreibung, besonders Lähmung, Abzehrung, Geschwüre und Magenkrampf, ferner wird dieses Moos gegen Eiskalte Füsse und Krampfaderschmerzen mit bestem Erfolg gebraucht. Man nimmt je nach Umständen 5 - 10 Tropfen der Tinktur. Auffallende Abmagerung bei Kindern kann mit diesem Mittel rasch behoben werden. Der Bärlapp wird auch bei nässenden und eiternden Geschwüren, schwächenden Pollutionen, gegen zu schnellen Samenabgang im Beischlaf, sodann bei Knocheneiterung, Verhärtungen im Bauch und Leistenbruch als eine besondere Arznei empfohlen. Gegen Gicht mit Knochenbildung und deren Schmerzen, sowie bei Gliedersteifheit und schliesslich bei eingewurzeltem Magenkatarrh kommt der Bärlapp als Hauptmittel in Betracht, wenn andere Mittel versagen.

Personen, die an Durchfall leiden, müssen den Bärlapp mit grösster Vorsicht gebrauchen; in zu grossen Gaben genommen, erzeugt er starken Durchfall und verursacht Krämpfe.

Siehe auch

  • Krankheiten, die mit Bärlapp behandelt werden



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