Berberitze

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Auch genannt

Berbis, Bettlerdorn, Berberinnen, Ebsichdorn, Erbseldorn, Essigdorn, Gelbhagedorn, Resselbeere, Rhabarberbeere, Kuckukbrot, Reselbeere, Sauerdorn, Sperberbeere, Spitzbeere, Weinnäglein, Weinschädling, Wünschlingsdorn

Beschreibung

Der Berberitzendorn wächst wild an Hecken, Waldrändern und Gebüschen in Massen. Er ist ein 2-3 m hoher dorniger Strauch. Die Dornen sind 1-2 cm lang und haben eine gelblichgraue Farbe; sie stehen zu fünf, drei und einzeln mehr waagrecht beisammen. Die Blüte ist rein gelb, sie bildet eine 15 mm lange, hängende Traube; erscheint Mai und Juni. Aus der Blüte entwickelt sich eine längliche, etwa bleistiftdicke, in der vollen Reife hellrote Beere von saurem Geschmack. Die Blätter sind gesägt, gelbgrün und stehen in Büschel über den Dornen. Man sammelt die Beeren und Wurzeln im Herbst, Blätter und Blüten im Juni, die Rinde im Frühjahr.

Verwendung

Dieser verhasste Berberitzenstrauch trägt wunderbare Heilstoffe in sich, u. a. Apfelsäure, Zitronensäure, Weinsteinsäure, Zucker usw. Diese Pflanzenmineralbestandteile der Berberitze wirken im menschlichen Körper auflösend, ausscheidend und reinigend; sie sind gewissermassen die Transportmittel, in welchen die Mineralien in den Stoffwechsel eingeführt werden. Sie wirken besonders stark ausscheidend auf die Harnsäure, sodann reizend auf die Darm- und Magennerven, weshalb sie bei vielen Erkrankungen von grosser Bedeutung sind. Dieser, heute von den meisten Menschen verkannte, dagegen aber von den Alten wegen seiner ausgezeichneten Heilwirkung auf die Leber sehr geschätzte Essigdorn, zeigt sich als Kräutertee bei schwerem Gelbsucht und Leberleiden als ein sicheres Mittel. Dieses Mittel kann man jedem Gelbsuchtkranken mit bestem Gewissen empfehlen. Es gibt viele Menschen, die die Wirkung der Heilpflanzen nicht kennen und daher verschmähen sie alles, was nicht wohlschmeckend und einfach gemeinverständlich und nicht wissenschaftlich ist; solche Leute sind mehr eingebildet, es geht ihnen wie Harding. Von diesem grossen Staatsmann Harding, Präsident von Nordamerika, sagt man, er sei an einer Lungenentzündung gestorben. Hätte er Tee von Berberitze, Bibernelle und Stechpalme getrunken, würde er vielleicht länger gelebt haben. Andere Menschen, die diese Kräutermittel kennen und gebraucht haben, haben die Krankheit überstanden.

Heute findet man eine Menge Menschen, die die Beeren von der Berberitze zur Herstellung eines mit Zucker und Wasser angesetzten und gegorenen Fruchtsafts sammeln. Der Wein, in dem Berberitzenbeeren oder andere Teile von diesem Essigdorn gesotten oder gezogen haben, regt den Appetit an, stillt den Durst, lindert Fieber und beseitigt, wie uns die alten Kräuterbücher verraten: hartnäckiges Leberleiden, unreines Blut, Kopfschmerzen und Gallenleiden, bei öfterem Gebrauch. Die Homöopathie bereitet aus der Berberitze eine Tinktur und verwendet sie bei Hautausschlägen, Warzen, Frostbeulen, Traurigkeit, Kopfschmerzen infolge Verdauungsstörungen, sowie gegen gichtische und rheumatische Leiden, sodann bei Nierenbeschwerden und Blasenleiden; besonders aber bei Gallenleiden und Leberleiden und endlich bei schmerzhafter Periode. Die Gabe ist 5-8 Tropfen, öfter am Tag.

Wer Sinn und Verständnis für die giftfreien, unverfälschten Heilmittel hat, wird viel gesünder und lebensfroher sein als jene, die sich um die Kräuter nur wenig kümmern. Wir arm sind doch manche Menschen; sie müssen ihre Unwissenheit in den schönsten Jahren, wie der grosse Mann von Nordamerika, nach langem Leiden mit dem Leben bezahlen.

Siehe auch

  • Krankheiten, die mit Berberitze behandelt werden


Fakten zu BerberitzeRDF-Feed
Anwendung alsKräutertee  +, Fruchtsaft  +, Kräuterwein  + und Tinktur  +
Auch genanntBerbis, Bettlerdorn, Berberinnen, Ebsichdorn, Erbseldorn, Essigdorn, Gelbhagedorn, Resselbeere, Rhabarberbeere, Kuckukbrot, Reselbeere, Sauerdorn, Sperberbeere, Spitzbeere, Weinnäglein, Weinschädling und Wünschlingsdorn
Blüht imMai  + und Juni  +
GedeihtAn Hecken  +, An Waldrändern  + und An Gebüschen  +
Lateinische BezeichnungBerberis vulgaris  +
Mittel gegenHarnsäure  +, Gelbsucht  +, Leberleiden  +, Lungenentzündung  +, Appetitlosigkeit  +, Durst  +, Fieber  +, Unreines Blut  +, Kopfschmerzen  +, Gallenleiden  +, Hautausschläge  +, Warzen  +, Frostbeulen  +, Traurigkeit  +, Verdauungsstörungen  +, Gicht  +, Rheumatismus  +, Nierenleiden  +, Blasenleiden  +, Menstruationsbeschwerden  +, Hautausschläge  +, Nierenleiden  + und Rheumatismus  +
VorschaubildBerberitze.jpg  +
Wird gesammelt imHerbst  +, Juni  + und Frühjahr  +