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Betonie |
Auch genanntAntoniuskraut, Botengenkraut, Feuerkraut, Fleischblume, Katzenwendel, Pfaffenblume, Teeblatt, Zehrkraut BeschreibungMan findet sie nicht selten auf lehmigen und lettigen Wiesen, überall in Wäldern und auf trockenen Plätzen. Der Stengel wird 30-40 cm hoch, er ist wie bei allen Lippenblütlern viereckig und trägt auf lagen Stielchen seine rauhen, gekerbten Blätter, diese sind herzförmig, etwa 4 cm breit. Die Blüte erscheint Juni, sie ist purpurrot und hat einen sehr angenehmen Geruch. Man sammelt nur die Blätter und zwar im Juni. VerwendungDie Bestandteile wirken zerteilend und auflösend, daher vermag eine Tasse Tee von der Betonie bei Brustverschleimung und Lungenverschleimung sehr gute Dienste zu leisten. Früher stand diese Pflanze hoch in Ehren, so dass sie von den Alten den Namen "Götterkraut" erhielt. Damals glaubte man auch, dass sie nicht nur jede Krankheit verhindern kann, sondern auch Epileptikern ihre guten Sinne zu erhalten vermag. Antonius Musa, der Leibarzt des Kaisers Augustus, schrieb über die Betonie ein ganzes Buch, in dem er ihre Heilkraft bei über 20 Leiden rühmt; daher ihr Name "Antoniuskraut". Der Betonientee ist dem chinesischen Tee vorzuziehen, er ist weit gesünder als der russische Tee; daher wird er in den Haushalten sehr viel gebraucht. Bei Lungenleiden wird er mit etwas Honig gesüsst, dann wirkt der Betonientee vorzüglich. Nach Dr. Höchstetter beseitigt der Saft aus den Blättern mit Rosenöl vermischt und in die Ohren geträufelt, fast augenblicklich die heftigsten Brustschmerzen. Mit etwas Honig vermischt gibt sein Absud ein feines Hausgetränk; so ein Getränk kann sich auch der Ärmste leisten, wenn er die Betonienblätter selbst sammelt. Dieses Getränk vertreibt den Schleim, beseitigt Sodbrennen, Blutbrechen, ferner verhindert es Epilepsie und beseitigt Husten, wirkt günstig gegen Asthmaleiden und Brustbeschwerden. Siehe auch
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