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Bibernelle kleine |
Auch genanntBibernell, Bockswurz, Bockwurz, Pfefferwurz, Rosskimm, Steinbrechwurz, Steinpeterlein, Pimpernellwurz BeschreibungWächst an Zäunen, Wegen und auf Wiesen, ist überall verbreitet. Wird etwa 30-50 cm hoch. Der Stengel ist ästig, hat gefiederte Blätter von dunkelgrüner Farbe, in der Art der Petersilienblätter, weisse Blüten. Fast nicht zu unterscheiden von der Kümmelblüte, nur erscheint die Bibernellenblüte nach der Kümmelblüte, Juli, August, September und Oktober. Aus der Blüte entwickelt sich ein brauner Samen mit beissendem Geschmack. Die Wurzel wird etwa 1 cm dick und hat einen Geruch, dem Ziegenbockgeruch ähnlich. Daher auch ihr Name "Bockwurz". Die Wurzel wird in der Heilkunde gebraucht, sie besitzt ausser dem Ziegenbockgeruch, eine brennende, brecherregende Wirkung, woran die Bibernelle von allen Kräutern leicht zu erkennen ist. Man sammelt die Wurzel im Frühjahr oder Herbst, den Samen im Herbst. VerwendungDie Bibernellenkenner mahlen sich die Wurzel in der Kaffeemühle zu Pulver und nehmen sie bei Durchfallwarning.png„Durchfall“ ist keine Zahl. und Heiserkeit, in Wein oder Wasser. So gebraucht, heilt die Bibernelle ausserdem sicher Nierenentzündung und wird mit bestem Erfolg bei veralteter Leberentzündung und verschiedenen Gallenleiden angewandt. Die Bibernelle entgiftet das Blut und entfernt aus den Organen aller Art verhockte Stoffe, wenn man sie eine Zeitlang benutzt. Hat man giftige Speisen oder sonstiges, was dem Magen nicht bekömmlich ist und ihn schwächt, gegessen, trinke man von dem Absud eine Tasse voll warm, schon nach wenigen Minuten merkt man die Wirkung; denn der Magen wirft sämtlichen Unrat aus, und das Übel ist behoben. Bibernellwurzel gekaut und den Saft geschluckt, wirkt wie kaum ein anderes Mittel bei Asthma, heilt Heiserkeit und treibt den Nierenstein. Ein asthmaleidender, älterer Mann wurde jahrelang mit verschiedenen Giften behandelt, doch als diese ihn nicht zufriedenstellen konnten, wandte er sich an einen Naturarzt um Hilfe. Dieser gab dem Hoffnungslosen den guten Rat, sich erst mit Bibernelle das Blut zu entgiften, nur dann könne er ihm helfen. Auch eine Frau mit dem gleichen Leiden, aber bedeutend geringer, verlangte immer die Bibernelle, weil ihr kein anderes Mittel so ausgezeichnet helfen konnte, als gerade diese Bockwurz. Ein andernmal nahm eine ältere Frau Bibernellenwurzel und setzte sie in Kornschnaps an, dann stellte sie die Flasche in die Wärme etwa 14 Tage lang, und so war das ausgezeichnete Asthmamittel fertig. Diesen Schnaps nahm sie täglich, dreimal je einen Teelöffel voll und sie genas. Bibernelle ist ein erstklassiges Heilmittel. Wo sie angewandt wird, hat sie sich noch immer glänzend bewährt und berühmt gemacht, denn sie will das Übel mit Gewalt aus dem Körper entfernen, sei es Entzündung, Eiter oder Magenvergiftung und unreines Blut; auch Grippe und andere Leiden, wie Katarrh im Darm und auf der Brust und Verschleimung jeder Art in den verschiedenen Organen, ausserdem Wundfieber usw. Bei letzterem hat sie sich mit Wiesengeissbart als Radikalmittel gezeigt, sie hilft sehr schnell; man kann sich auf ihre Wirkung verlassen. Siehe auch
Fakten zu Bibernelle kleine
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