Eberesche-Vogelbeere

Giftig!
Giftig!

Inhaltsverzeichnis

Auch genannt

Drosselbeere, Sperlingbeere, Maalbeere, Abschbaum, Gureschbaum, Faulesche, Quickenbeere, Vogelbeere

Beschreibung

Dieser etwa 7 Meter hohe Baum wächst besonders gern in Gebirgsgegenden, wird aber auch in vielen anderen Gegenden Europas an Hecken gezogen und zu Anlagen und lebendigen Zäunen benutzt. Er hat hellgrüne, etwas gefiederte Blätter, die spitz enden. Die Blüte ist weiss und steht wie beim Holunderbaum in Dolden, gibt einen scharfen Duft von sich ab und erscheint Mai und Juni. Aus der Blüte entwickeln sich erbsengrosse, schönrote, etwas glänzende Beeren mit einem breiten Samenkern. Die Beeren hängen traubenartig, wie bei der Weintraube, mehrere an einem Stielchen. Man sammelt die Beeren August und September.

Verwendung

In der Heilkunde werden nur die Beeren gebraucht. Diese enthalten einen zusammenziehenden Extraktstoff, in Verbindung mit viel Apfel-, etwas Zitronen- und Bernsteinsäure. Ausser diesen drei Säurearten enthalten die Ebereschenbeeren nach dem Lehrbuch der Toxikologie von Lewin Blausäure und Parasorbinsäure und ein ätherisches Öl mit stechendem Geruch und ein fettes Öl. Infolge der darin enthaltenen Blausäure ist die Ebereschenbeere etwas giftig. Die Beeren wirken mild zusammenziehend, zugleich aber kühlend und daher dem kranken Entmischungsprozess auf doppelte Weise entgegen. Sie wirken ausserdem wegen der Apfelsäure stark ausscheidend und, in grösseren Gaben genommen, in stärkerem Grade bei Gicht und Rheumatismus und insbesondere bei Lungenleiden jeder Art, wenn letzteres von heftigem Fieber begleitet ist, sehr heilsam. Von der Vogelbeere kann man mit gutem Gewissen behaupten, dass sie eines der besten Mittel bei Lungenleiden bedenklicher Art ist.

Die Beeren dürfen auf keinen Fall in rohem Zustand genossen werden, sie führen in frischem Zustand - wegen des darin enthaltenen Mineralsalzes Blausäure - den Tod herbei.

Siehe auch



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