Eisenhut

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Giftig!

Inhaltsverzeichnis

Auch genannt

Blauer Eisenhut, Narrenkappenkraut, Nappelkraut, Mönchkappelkraut, Giftsturmblut, Teufelwurzelkraut, Wolfswurzelkraut

Beschreibung

Ist nicht zu verwechseln mit dem Eisenkraut Verbene Verbene. Der Eisenhut hat einen aufrechtstehenden, holzsteifen bis 1 m hohen Stengel und handförmig vielgeteilte Blätter. Seine Blüte ist dunkelblau, sie erscheint Juni und Juli; sie besteht aus 5 Blättchen, diese sitzen helmförmig auf langen Stielchen. Die Blüte steht traubenartig am Stengel. Aus der Blüte entwickelt sich ein grüner Fruchtknoten mit schwarzbraunem Samen. Eisenhut ist eine giftige Pflanze; er kommt im Gebirge häufig vor und wird von den Frauen im Blumengarten zur Zierde auch überall gezogen. Man sammelt das blühende Kraut Juni und Juli, besonders in der Anfangs-Blütezeit.

Verwendung

Aus dem Eisenhutkraut bereitet die Homöopathie eine Tinktur. Die bayrischen Bergbauern setzen das blühende Kraut in Schnaps an und bewahren diesen in einer Flasche als Fiebermittel auf. Eisenhutkraut gehört zu jenen Giftkräutern, welche ihre Wirkung auf das Rückenmark und besonders gegen das Fieber erstrecken. Auf keinen Fall darf es der Unkundige ohne ärztliche Verordnung nur aufs Geradewohl benutzen. Der Eisenhut gilt in der Homöopathie als das wirksamste Blutmittel bei Wechselfieber. Bei nachstehenden Krankheiten wird Eisenhut in homöopathischer Form als Hauptmittel gegeben, denn er spielt eine grosse Rolle u. a. bei Wechselfieber, das bald mit Hitze bald mit Frösteln erscheint und gegen jede Art von Lungenentzündung.

Eisenhut ist das erste Fiebermittel bei allen Entzündungen, sei es Lungenentzündung, Brustfellentzündung, Augenentzündung, Gehirnentzündung, Seitenstechen, Bruststechen. Sodann bei Lungenblutung, Ohnmachtsanfälle, Zerschlagenheit des ganzen Körpers und endlich bei Wechselfieber mit trockener Hitze und stetem Durst. Sobald aber der Schweiss eintritt, darf dieses Mittel unter keinen Umständen weiter genommen werden. Die Gabe ist täglich jede weitere Stunde, wenn sie nicht jede Stunde erforderlich ist, bei Erwachsenen 5-10 Tropfen, bei Kindern 3-5 Tropfen. Die Tinktur erhält man in der Apotheke unter dem Namen Aconittropfen.

Siehe auch



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