Katzenschwanz

Aus Naturheilkraut.com

Auch genannt

Ackerschachtelhalm, Ackerschaftheu, Kleiner Schachtelhalm, Kannenkraut, Rossschwanz, Scheuerschaftheu, Scheuerkraut, Katzenwedel, Katzenzahnkraut, Treukelpfeifkraut, Zinnkraut

Beschreibung

Wächst auf feuchten, sandigen und lehmigen Plätzen, an Bächen und auf Wiesen, wird bis 30 cm hoch und ist stark verästet. Im Frühjahr entwickelt sich zuerst der astlose, gelbbraune, fruchttragende Stengel, der sich später verästet und grün verfärbt. Man sammelt den Katzenschwanz im Sommer und trocknet ihn gut.

Verwendung

Ganz eifrige Kräuterforscher u. a. Kneipp, Dr. Bohn, Künzle, Dr. Schierbaum usw. schreiben dem Katzenschwanzkraut eine besondere Heilwirkung zu. Blutbrechen und Blutfluss stillt der Katzenschwanztee nach Künzle fast augenblicklich, darum versäume man nie, seine Hilfe bei solchen Leiden sofort in Anspruch zu nehmen.

Aber auch bei Nierenleiden und Blasenleiden, sowie bei Asthma und Gicht wird er als ein unvergleichliches Heilmittel empfohlen.

Weil der Katzenschwanz sehr zusammenziehend und harntreibend wirkt, wird er auch bei Wassersucht und gegen Blutung angewandt.

Bei allzugrosser Schwäche und Eiterzuständen jeder Art wirkt der Katzenschwanz wegen seines hohen Gehaltes an Kieselsäure kräftigend und eiterwidrig im ganzen Organismus.

Sonderbeobachtungen haben uns über die unerlässliche Notwendigkeit des Mineralstoffwechsels für die Gesundheit Klarheit verschafft. Früher war man der Meinung, dass ein geringer Mengenanteil an der Körpermasse als bedeutungslos für die Gesundheit angesehen werden kann; heute hat man aber erkannt, dass schon ein ganz geringer Verlust an Mineralsalzen im Körper eine Krankheit veranlasst. Als ein solcher wichtiger Stoff wurde die Kieselsäure erkannt. Nach der ärztlichen Erfahrung stellt sie ein Hauptfunktionsmittel des Bindegewebes dar, seine Festigkeit bedingend; sie wird bei der Bedeutung gerade dieses Gewebes für die Zähigkeit des Organismus auch für diesen selbst und damit für die Gesundheit ganz allgemein als unerlässlich angesehen. Neue Untersuchungen zeigen uns auch, dass unter anderem auch die Krebsbildung durch eine Kieselsäureverarmung begünstigt wird. Es wurde z. B. durch einen Versuch nachgewiesen, dass künstlich schwergeschädigte Gewebe nach der Kieselsäurebehandlung Vernarbungsvorgänge zeigten.

Neben der vernarbenden Wirkung der Kieselsäure haben andere und umfangreiche, von verschiedenen Forschern an ganz verschiedenem Material angestellte Untersuchungen, einen ganz auffälligen Einfluss auf das Blut gezeigt. Es trat zumeist blitzartig auf den Genuss von Kieselsäure eine explosive Neubildung von weissen Blutkörperchen auf. Die Kieselsäure schafft also einen festen, kernigen, widerstandsfähigen Körper, ferner ein grösseres, kräftigeres Heer von Schutzzellen und eine nachweisbare, grössere Vertilgung von Bakterien. Sie ist also ein Kräftigungs- und Stärkungsmittel und gleichzeitig ein ausgesprochenes Schutzmittel im Körper gegen alle Krankheiten.

Wer an chronischer Leberentzündung leidet, und den Katzenschwanz mit seiner Kieselsäure gebraucht, wird erfahren, dass dieses Heilmittel blitzartig wirkt und gerade bei solchen Leiden zusammen mit Wermutkraut unentbehrlich ist.

Ausserdem kann der Katzenschwanz bei allen Geschwüren und eiternden Wunden mit bestem Erfolg angewandt werden; wenn die Katzenschwanzbäder fortdauernd genommen werden, sollen sie selbst Krebswunden bestens beeinflussen. Damen, welche schöne und lockere Haare wünschen, sollen es einmal eine Zeitlang mit Katzenschwanzabsud-Waschungen probieren, die Haare werden schön.

Rezepturen, die Katzenschwanz enthalten

H (Fortsetzung)



Siehe auch