Klette

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Beschreibung

Diese von den Kindern gern gesuchte Pflanze ist jedermann bekannt. Die kleinsten Kinder nehmen die Klettenköpfe zum Spielen, voll Freude werfen sie solche ihren Mitspielern an die Kleidung und Haare, wo die Kletten zu ihrem grossen Jubel hängen bleiben. Das Klettenwerfen macht den Kleinen grossen Spass. Von der Klette wird die Wurzel ausgegraben und zwar im Frühjahr und Herbst. Zur längeren Aufbewahrung muss die Wurzel gut getrocknet sein.

Verwendung

Die Klettenwurzel gilt in der Heilkunde als ein auflösendes, harntreibendes Mittel. Daher gebraucht man die Wurzel als Teeaufguss mit gutem Erfolg gegen unreines Blut sowie zum entfernen der Ausschläge, Flechten, Krätze, Grind und alle Leiden die durch schlechten Stoffwechsel veranlasst werden; sodann bei Gicht, Hautjucken und gegen Hämorrhoiden. Die Blätter werden zu Frühjahrskuren, dann bei Griesleiden und Steinbeschwerden angewandt.

Aus der Wurzel gewinnt man bekanntlich ein ausgezeichnetes Haarwuchsmittel. Zu diesem Zweck nehme man eine halbe Handvoll Klettenwurzeln und koche sie in 1 Liter Essig etwa 15 Minuten lang, dann seihe man den Absud durch und wasche sich damit den Kopf. Nach dem Kopfwaschen reibe man sich die Haare mit einer Salbe nach folgendem Rezept ein:

Klettenwurzelsalbe

Man nehme 2-3 gut gereinigte Klettenwurzeln und schneide sie klein, koche sie in einem halben Liter Regenwasser so lange, bis das Wasser zur Hälfte eingesotten ist; dieses Wasser seihe man möglichst heiss über 125 Gramm reines ungesalzenes Schweinefett und lasse es einen Tag stehen, hernach schütte man etwa 80 Gramm flüssiges Ochsenmark warm darüber und rühre es zu einer Salbe. Um die Salbe wohlriechend zu machen, gibt man ihr beim letzten Umrühren etwa 10 Tropfen Rosenöl bei und das gute Haarwuchsmittel ist gebrauchsfertig. Die Salbe leistet auch gegen Kopfgrind gute Dienste.

Siehe auch

  • Krankheiten, die mit Klette behandelt werden



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