|
|
Krätze |
BeschreibungMit diesem Namen bezeichnet man einen höchst ansteckenden, fieberlosen Ausschlag, der sich zuerst zwischen den Fingern und an der inneren Seite der Handgelenke zeigt, dann allmählich auf die anderen Körperteile übergeht, aber das Gesicht frei lässt. Der Ausschlag erscheint mit kleinen, hellen, am Saum hellroten, mit Flüssigkeit gefüllten Bläüschen, die besonders in der Wärme ein heftiges Jucken und Kratzen verursachen. Wenn man gegen die Krätze nichts unternimmt, dauert sie jahrelang und heilt nie von selbst. Wenn sie selbst entstand, ist sie schlimmer als bei Ansteckung. UrsacheBerührung der Kleidungsstücke von krätzekranken Personen oder Vernachlässigung der Hautpflege, die dann bei kalter Witterung leicht die Krätze verursachen kann. KräuteranwendungEine Handvoll Alantwurzel, Wegwartwurzel, 7 Gramm Sassafrass, Süssholz, eine Handvoll Ehrenpreis, 2 Handvoll Krätzekraut und Erdrauchkraut, 2 Gramm Fenchelsamen, alles mischen, sieden und davon täglich reichlich trinken. Dieser Tee reinigt zugleich das Blut von seinen unreinen Schlacken und Stoffen. Ein zweites Mittel: Klettenwurzel und Rhabarber zu gleichen Teilen pulverisiert; von diesem nimmt man 8 Tage lang einen halben Teelöffel voll mit gutem Weisswein ein. Ein drittes Mittel, das rasch wirkt: Ein halbes Gramm Theriak (Theriak ist in der Apotheke zu haben), mischt man mit ebensoviel Bibernellenwurzelpulver und trinkt zweimal eine Portion mit warmem Bier; man muss dann auf dieses Mittel ein heisses Bad nehmen und dort richtig schwitzen; zweimal hintereinander gemacht, vertreibt dies die Krätze gänzlich. Mittel gegen Krätze
Siehe auchFakten zu Krätze
|

