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Lein |
Aus Naturheilkraut.com
Auch genanntFlachs, Flachshaar, Dreschlein, Drescherflachs, Schliesslein BeschreibungDer Flachs ist eine schöne, zierliche 30 bis 40 cm hohe, himmelblau blühende Kulturpflanze, die in allen Ländern der Welt massenhaft angebaut wird. Der Stengel ist kahl, oben etwas verästet, er trägt im Juni, Juli und August die fünfblättrige Blüte, die sich meist nur vormittags ganz öffnet. Aus der Blüte entwickelt sich die runde, fast spitzige zehnfächerige Samenkapsel mit den Samen. Den Samen sammelt man in der vollen Blüte (Juni, Juli und August). VerwendungZu den uralten Heil- und Nutzpflanzen gehört auch der Lein. Wie berichtet wird, war er schon bei den Babyloniern, Persern und Ägyptern durch die besondere Eigenschaft der Flachsfaser zur Herstellung fester Gewebe sehr geschätzt. Diese Eigenschaft und überhaupt der grosse Nutzen des Leins war bald allen Völkern der Erde bekannt. Er ist für uns Menschen die wichtigste Faserpflanze der Welt, die ebenso heilkräftig wie nutzbringend ist und daher ihren Ruhm und Wert bis in unsere Zeit behalten hat.
In der Heilkunde ist der Gebrauch des Leins uralt, er wurde schon von allen alten Völkern sehr geschätzt und gegen katarrhische Erkrankungen des Magens und Darmes und gegen Unterleibsleiden benutzt, was auch die alten Kräuterbücher verraten. Aber nicht nur diesen Heilerfolg erschliessen uns jene Werke sondern sie zeigen uns auch, dass der Lein vor allem ausziehend, kühlend, schleimlösend, zerteilend, erweichend und entzündungswidrig wirkt und zwar überall wo er angewandt wird. Der Lein erzielt durch seine Pflanzenbestandteile eine sehr rasche Heilung, deshalb wird er seit uralter Zeit in verschiedener Form innerlich bei Durchfall und schmerzhafter Periode verwendet. Aus dem Leinsamen bereitet man das bekannte Leinöl, das gegen Magen- und Darmgeschwüre mit sicherem Erfolg angewandt wird; ausserdem wird es bei Brandwunden und zu Klistieren mit grossem Nutzen gebraucht. Ferner wird das Leinöl gegen schmerzhafte Hämorrhoiden, hartnäckiger und chronischer Stuhlverstopfung sowie bei Kolik, überhaupt gegen alle hartnäckigen Entzündungen mit Erfolg benutzt. Lungenleidenden wird es besonders als auswurfförderndes Mittel empfohlen. Der Leinsamenaufguss wird als ein ausgezeichnetes Heilmittel bei Entzündungen der Harnorgane empfohlen; dieser Absud dient auch bei Hustenreiz und Darmverstopfung. Schwellungen und Schmerzen mit Entzündungen lassen durch den Breiauflag erheblich nach. Zu diesem Zweck siede man 1 Teil Leinsamen in 12 Teilen Wasser zu einer Gallerte (Sulze) und lege diese auf die Beulen, über den Erfolg, den der Lein hier erzielt, wird man staunen. Dieser Brei, auf Geschwüre, Geschwülste und offene Füsse gelegt, heilt diese ausgezeichnet. Dr. Müller empfiehlt den Lein in seinem "Grossen Kräuterbuch" als ein sicheres Mittel gegen Gicht. Rezepturen, die Lein enthaltenSiehe auch
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