Linde

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Auch genannt

Sommerlinde, Winterlinde

Beschreibung

Die Botanik unterscheidet 2 Arten: Die grossblättrige Sommerlinde und die kleinblättrige Winterlinde, letztere nennt man auch Stein-, Berg-, Spät- oder Waldlinde.

Die Linde ist ein prächtiger bis 30 m hoher Baum. Die Sommerlinde trägt ihre Blüten im Juni, die Winterlinde einen Monat später (Juli). Man sammelt für den Arzneigebrauch die Blüten und Blätter in der Blütezeit (Juni und Juli). Die Rinde im Frühjahr.

Verwendung

Lindenblütentee zählt wegen seines guten Geschmacks zu den begehrtesten Hausgetränken. Sein Gebrauch ist uralt und wird im Volk von allen Gesundheitstees am meisten verwendet. Aber nicht nur als Haustee ist dieser Tee geschätzt, er hat auch besondere Heilkräfte in sich. Der Lindenblütentee wurde schon seit jeher gebraucht bei katarrhischen Erkrankungen jeder Art, sowie bei Verschleimung der Lunge, Nieren und Luftröhren und gegen Magenleiden und Darmleiden.

Die Lindenkohle ist es eigentlich, die bei verschiedenen Leiden eine aussergewöhnliche Heilung erzielt. Dr. Müller sagt in seinem "Grossen Kräuterbuch" über die Heilkraft derselben u. a.: "Bei Lungenkrankheiten hat sich folgendes Mittel bei fortgesetztem Gebrauch bewährt: Man nehme 2 bis 4 Wochen lang morgens und abends 2 Esslöffelvoll frischgebranntes Lindenkohlenpulver in frischer Milch; dieses reinigt, stärkt und kräftigt. Ausserdem ist es ein erprobtes Mittel gegen Krämpfe, Bluthusten, Störungen der Galle, Lungensucht und Luftröhrenschwindsucht. Aber auch gegen Leberleiden wirkt das Lindenkohlenpulver vortrefflich, sofern es eine Zeitlang genommen wird.

Die Homöopathie benutzt die Lindenkohle vorzugsweise als ein fäulniswidriges Mittel, wird aber auch bei anderen Leiden wie Kopfschmerzen, Nasenbluten, Hämorrhoiden, Lungenleiden, Nesselausschlag, Gelbsucht und bei Wechselfieber von homöopathischen Ärzten empfohlen.

Siehe auch

  • Krankheiten, die mit Linde behandelt werden