|
|
Lungenkraut |
Auch genanntBockkraut, Fleckenkraut, Hirschmangold, Hirschkohl, Kikirikiblume, fleckiges Lungenkraut, Schlotterhose, echtes Lungenkraut, Schwesterkraut BeschreibungIst ein etwa 15 bis 30 cm hohes Kraut der Wälder-, Waldränder, Gebüsche, Hecken und Waldwege. Erscheint März und April, um diese Zeit treten auch seine am Anfang rötliche, später mehr blaue Blumen hervor, die dann Ende April samt dem Stengel schon wieder verschwunden sind. Nach der Blütezeit findet man nur die langen, rauhen, lungenfleckigen Blätter. Man sammelt die Blätter im Juni und Juli. VerwendungWie der Name andeutet, wird diese Pflanze als ein uraltes und bewährtes Heilmittel bei Lungenleiden angewandt; schon die Urgrossmutter kannte Lungenkraut als das beste Lungenmittel. Es wurde bei Blutspeien, Heiserkeit, Brustverschleimung, Halsverschleimung und Entzündung mit gutem Erfolg benutzt. Dr. Seelig rühmt das Lungenkraut in seinem Werk als ein ausgezeichnetes Mittel gegen Brustentzündung und Lungensucht; ausserdem mit Ehrenpreis bei Wunden und Blutharn. LungenkrauttinkturGegen Lungenkrankheit hat sich folgendes Mittel bewährt: Man nehme einen irdenen Topf mit gutverschliessbarem Deckel, lege Lungenkrautblätter, etwas Honig und eine gute Handvoll Weizenkleie hinein, dann giesse man dreiviertel Liter guten Branntwein darüber und verschliesse den Topf gut. Man stellt den Topf auf das Feuer und kocht den Inhalt bis zur Hälfte ein. Nach dem Erkalten presst man die Lungenblätter und Kleie gut aus und füllt die Flüssigkeit in eine Flasche. Davon nimmt man vor dem Mittagessen und Schlafengehen einige Löffel voll. Lungenkraut zu Pulver gestossen und auf die Wunden gestreut, leistet sehr gute Dienste; man wird das Pulver - berichten alte Kräuterbücher - nicht oft anwenden müssen, da es die Wunden rasch und sauber heilt. Siehe auch
Fakten zu LungenkrautRDF-Feed
|

