Melisse

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Auch genannt

Zitronenkraut, Zitronenmelisse, Immenblutkraut, Pfaffenkraut

Beschreibung

Wie ihr Name "Zitronenkraut" sagt, duftet das Melissenkraut nach Zitronen, besonders dann, wenn man die Blätter mit den Fingern zerreibt. Diese Pflanze wird im Garten gezogen, sie kommt aber auch wild vor, jedoch nur selten. Der Stengel ist viereckig, sehr verästet, 30 bis 80 cm hoch und trägt rauhe, den Brennesselblättern ähnliche Blätter. Blüht weiss, mitunter auch gelblich, im Juni, Juli und August.

Man erntet die Melissenblätter im Jahr dreimal und zwar im Juni, Anfang August und zuletzt Ende September. Die Blätter müssen aber sehr rasch getrocknet werden, nicht an der Sonne, sondern auf der warmen Ofenplatte; beim Trocknen schwitzen die Blätter und werden zuletzt schwarz. Dies ist die richtige Farbe, die die Blätter in getrocknetem Zustand haben sollen. Wenn sie gelb werden, sind sie verbrannt und haben keine Wirkung mehr, man muss die gelben Blätter vernichten.

Verwendung

Aus den Melissenblättern wird der bekannte Melissengeist bereitet. Man nimmt dann mit Zucker viermal täglich je einen Teelöffel voll. Dies ist das beste bei Ohnmacht und Gedächtnisschwäche; es steht in diesen Fällen unter allen Mitteln an erster Stelle.

Melisse darf nicht gekocht, sondern nur überbrüht werden. Melisse als Teeaufguss benutzt, beseitigt die allerärgsten Mutterkrämpfe, wenn man den Tee kurz vor der Periode trinkt. Ausserdem hilft der Melissentee sehr gut bei Krämpfen aller Art, Magenschmerzen und Kopfschmerzen, krampfhaftes Erbrechen und allerlei sonstigen Gebrechen der Gebärmutter.

Ein altes Kräuterbuch sagt: Es gibt kein besseres Mittel, das die Nerven und das Gedächtnis so schnell stärken kann, als gerade dieses herrliche wohlduftende Melissenkraut. Wie ein Zauber wirkt der Tee, herzstärkend, nervenbelebend und beruhigend. Auch Kneipp gebrauchte die Melisse und empfahl sie jenen Patienten, die von Magenkrampf und Kopfschmerzen geplagt sind. Gegen Magenschwäche, Mutterkrampf und Bleichsucht, wenn solche Leiden von Nervosität herrühren, gibt es kaum ein besseres Mittel als die Melisse.

Rezepturen, die Melisse enthalten

M (Fortsetzung)


Siehe auch