Nacktschneckenvertilgung

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Wer ohne Mühe und ohne besondere Kosten Nacktschnecken zumeist in Gemüsegärten oft sehr schädlich auftretenden Schnecken vertilgen will, gehe folgendermaßen vor:

Man gebe an einige verschiedene Stellen des Gartens "tellerähnliche" Gefäße, nämlich Gefäße von mehr minderer Höhe, dagegen aber von möglichst größerem Umfange, lasse sie in die Erde soweit tief ein, daß deren oberen Ränder mit der Bodenoberfläche gleich sind und fülle sie dann - nach Eintritt der Dämmerung - 1 bis 1½ Zentimeter hoch mit Bier. Wer im Besitz von Blumentopf-Untertassen ist, verwende hiezu diese, da gerade diese sich zu diesem Zweck am besten eignen.

Wer sich nun die Mühe geben und den wirklichen Vorgang mit den Schnecken beobachten will, der wird jedenfalls von der Wirkung des Geruchs des Bieres auf diese Tiere gewiß nicht wenig überrascht sein. Schon nach kurzer Zeit wird er nun bemerken, wie die Schnecken aus ihren Verstecken hervorkommen und dem Biere zusteuern, sich über den Rand der Gefäße hinwegneigen und an dem Biere ergötzen, aber schon nach Augenblicken zumeist hineinfallen und auf dem Boden liegen bleiben. - Läßt man die ausgesetzten Gefäße während der ganzen Nacht an ihren Stellen, so kann man überzeugt sein, daß man sie am Morgen hierauf voll mit toten Schnecken vorfinden werde.

Sind nun diese Nacktschnecken in großer Menge vorhanden, so wiederhole man dieses Verfahren an einigen Abenden und schon nach einigen Tagen werden sicherlich sämtliche vorhanden gewesenen Schnecken unschädlich gemacht und eingefangen sein. (Durch Anwendung dieses Mittels, es ist dies wenigstens sehr naheliegend, lassen sich sicherlich auch andere Kultuschädlinge (Schnecken u. dgl.), z. B. die in Kraut- und Rübenäckern usw., beseitigen und unschädlich machen.)



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