Beschreibung
Diese Krankheit tritt in sehr verschiedenen Gestalten und Anzeichen auf. Sie ist aber für den Laien keine Krankheit, deren Behandlung er aufs Geradewohl übernehmen darf.
Hier werden die besonderen Kennzeichen hervorgehoben, damit man in vorkommenden Fällen die Gefahr rechtzeitig merkt. Besonders Skrofulöse und tuberkulöse Personen neigen zur Schwindsucht und solche haben sich besonders davor in Acht zu nehmen. Es schwinden die Kräfte, daher hat die Krankheit ihren Namen. Sie kann ihren Sitz im Kehlkopf oder Magen, in der Lunge und Luftröhre, in der Leber und Gebärmutter, im Darmkanal, in den Drüsen und Nieren haben.
Die Hauptkennzeichen sind: Husten, Auswurf, Abmagerung, Fieber mit beschleunigtem Puls, abends bekommt der Kranke durch das Fieber rote Wangen, manchmal stellt sich auch ein Frösteln ein. Mit dem Fortschritt der Krankheit wird die Stimme immer schwächer, es tritt häufiger Auswurf ein, der aber sehr verschieden sein kann, bald gelb, weiss, grau, grün und auch blutgestreift, zuweilen tritt sogar Blutbrechen ein. Der Kranke hat immer gute Hoffnung und lebt sorglos, zumal sich der Appetit mehrt. Die zunehmende Abmagerung lässt aber deutlich und sicher den Fortschritt der Krankheit erkennen. Ärztliche Behandlung ist unbedingt notwendig.
Ursache
Erbliche Veranlagung, rasches Wachstum, Tuberkulose, Skrofulose, Blutarmut, Lungenleiden, Verletzung der Lunge oder Brust, Überanstrengung, vernachlässigter Katarrh oder ungesunde Beschäftigung und ungesundes Klima.
Kräuteranwendung
Schwindsuchtkräuter sind: Alant, Engelsüss, Wallwurz, Bibernellenwurzel, Eibischsamen, Pappelsamen, Ehrenpreiskraut, Lungenkraut, Löwenzahnröhrling, Sanikelkraut, Johanneskraut, Veilchen, Rosen, Goldrute, Schafgarbe, Habichtskraut, Stiefmütterchen, Blutwurz.
Man siedet 2-3 von diesen Kräutern zusammen und trinkt den Tee nach Belieben. Nach einem Monat oder noch länger nimmt man dann drei andere Kräuter und gebraucht diese ebenfalls als Teeaufguss. Will der Auswurf stocken, nimmt man 30 Gramm Mandelöl und Hundsfett, 7,5 Gramm Schwefelblume, 10 Gramm Safran, 10 Tropfen Anisöl. Von dieser Mischung nimmt man täglich zweimal einen Esslöffel voll.
Ein anderes Mittel ist: 90 Gramm Wallwurz, 15 Gramm Blutwurz, eine Handvoll Ehrenpreis, Frauenmantelkraut, Sanikelkraut, Odermennigkraut, Huflattich, Nelkenwurz, Fünffingerkraut, alles zusammen mischen und als Tee soviel als möglich trinken.
Mittel gegen Schwindsucht
Fakten zu SchwindsuchtRDF-Feed
| Behandlung mit | Alant +, Engelsüss +, Wallwurz +, Bibernelle +, Eibisch +, Pappel +, Ehrenpreis +, Lungenkraut +, Löwenzahnröhrling +, Sanikelkraut +, Johanneskraut +, Veilchen +, Rosen +, Goldrute +, Schafgarbe +, Habichtskraut +, Stiefmütterchen +, Blutwurz +, Mandelöl +, Hundsfett +, Schwefelblume +, Safran +, Anisöl +, Frauenmantel +, Odermennig +, Huflattich +, Nelkenwurz +, Fünffingerkraut +, Andorn +, Benediktenwurz +, Goldraute +, Hopfen +, Knabenkraut +, Kreuzblume +, Melde +, Salbei +, Sanikel +, Wiesenknopf + und Ysop + | | Verursacht durch | Tuberkulose +, Skrofulose +, Blutarmut +, Lungenleiden + und Katarrh + |
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