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Die Stedinger, ein Stamm biederer Menschen, an den Niederungen der Weser zwischen Bremen und Oldenburg in stiller Zurückgezogenheit, unbekümmert um die Welt und ihre Händel, friedlich lebend, hatten sich von alters her die altdeutsche Volksfreiheit erhalten. Körperlich und geistig gesund hatten sie gar manches an der Kirche auszusetzen. So verlangten sie den Kelch beim Abendmahle und verweigerten namentlich dem Bischof von Bremen, der sie in Gemeinschaft mit dem Grafen von Oldenburg auf alle Weise zu unterdrücken und auszusaugen bemüht war, den Zehnten (die Steuer).
Da es aber von jeher in der römisch-katholischen Kirche keine grössere Ketzerei gab, als das Auftreten gegen ihr habgieriges Zusammenscharren, so schleuderte der Bischof sogleich den Bann auf die Widerspenstigen, die, auf die Aussprüche der Bibel gestützt und auf ihre Kraft und ihren Mut bauend, ihm kühn trotzten.
Es entspann sich ein furchtbarer Kampf, gefährlich für Rom und das Priestertum. Und das Häuflein norddeutscher Helden hielt sich 40 Jahre lang, und erst als der Kreuzzug gegen dasselbe unternommen wurde, erlagen die Edlen in einer furchtbaren Schlacht im Jahre 1234 für ihre Unabhängigkeit und ihren Glauben.
6000 Männer bedeckten die Walstatt. Mit ihnen verschwand Geschlecht und Namen der Stedinger aus der Geschichte.
Siehe auch
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