Wallwurz

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Auch genannt

Beinwell, Beinbruchwurzel, Beinwurzel, Heilwurzel, Milchwurz, Schmalzwurzel, Scheuerwurzel, Schmerzwurz, Schwarzwurz

Beschreibung

Wächst auf nassen Wiesen, wird 20-60 cm hoch, blüht blau und weiss, im Mai, Juni, Juli, August und September. Die Blätter sind manchmal 15 cm lang, sind rauh und enden sehr spitz. Der Stengel ist behaart, er greift sich sehr rauh an und wird etwa fingerdick. Die Wurzel ist daumendick, sehr schleimig, schmierig und greift sich aussergewöhnlich fett an. Man sammelt die Wurzel im Frühjahr oder Herbst.

Verwendung

Die Wallwurz zählt zu den besten und unentbehrlichsten Heilpflanzen, denn unzählige Leiden hat sie schon geheilt, wo andere Mittel und menschliche Kunst vollständig versagten. Eine Frau wurde jahrelang gegen Rheumatismus mit allen vorzüglichen Mitteln, die die Ärzte besitzen, behandelt. Als die Kranke von all diesen Mitteln keine Hilfe mehr erhoffen konnte, wandte sie sich der Wallwurz zu. Die Frau war in der Zeit ihrer Krankheit sehr geschwächt worden, auch war ihr der Arm gelähmt und zwar so stark, dass sie sich nicht einmal kämmen konnte. Der Arzt stellte zuletzt bei der oberen Handkugel vollständige Lähmung fest, und er erklärte das Leiden für unheilbar; daher kann man verstehen, dass sich die Kranke zu den Pflanzenmitteln hinwandte. Diese Frau liess sich die Wallwurz graben und setzte sie in Weingeist etwa 14 Tage an die Wärme, hernach rieb sie sich das Gelenk mit dem Geist jeden Tag tüchtig ein, und der Arm wurde durch dieses harmlose Kraut geheilt. Heute kann sie ihren Haushalt wieder versehen, das Gelenk ist normal und sie ist Gott dankbar für seine wunderbare Gabe, die er in der Natur dem leidenden Menschen geschenkt hat.

Ein andermal berichtete ein Mann: Die Wallwurz gut gesotten und den Brei auf das gelähmte Glied gelegt, hilft über Nacht, wenn das Leiden von Überanstrengung, Verrenkung oder Verstauchung herrührt, beim Menschen und beim Vieh.

Die alten Kräuterbücher empfehlen die Wallwurz, in Wein gesotten, bei Brustleiden und Verschleimung als ein gut wirkendes Mittel, ferner gegen Durchfall, Ruhr; äusserlich als Breiauflage bei Beinbrüchen und alten Geschwüren. Als Tee reinigt sie die Lunge vom Eiter, weshalb sie für Lungensüchtige ein aussergewöhnlich gutes Mittel ist.

Siehe auch



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