Wassersucht

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Beschreibung

Mit diesem Namen bezeichnet man einen Krankheitszustand, der das Wasser im Körper ungenügend ausscheidet. Je nach dem Sitz des Wassers benennt man die Krankheit: Kopf-, Gehirn-, Brust-, Haut-, Fuss- oder Bauchwassersucht. Die Kopf- und Gehirnwassersucht entsteht meist bei Kindern nach Gehirnentzündung oder Scharlach. Brustwassersucht stellt sich häufiger bei Männern, Hautwassersucht und Bauchwassersucht bei Frauen ein. Kopf- und Gehirnwassersucht sind meist acut (schnellverlaufend) und bringen oft in wenigen Stunden den Tod oder es bildes sich der Wasserkopf. Die Bauchwassersucht bereitet auch Atembeschwerden, je nach dem Grad des Leidens, oft können solche Patienten nur hoch liegen, denn nieder liegend haben sie ein Gefühl, als müssten sie ersticken. Die Bauchwassersucht treibt den Bauch auf und spannt ihn. Die geschwollenen Glieder fühlen sich weich, der Fingerdruck lässt eine Vertiefung zurück, die sich nicht wieder ausfüllt. Hände, Füsse, Gesicht, Rücken und Schamteile werden aufgetrieben. Der Kranke hat eine erdfahle Gesichtsfarbe, kühle Haut, wird mager und leidet oft auch an Blähungen und Verstopfung.

Ursache

Unterdrückte Hautausdünstung, grosse Erkältung, organische Fehler, schlechte Wohnräume, fehlerhafte Verdauung, unterdrückte Monatsregel, Ausschweifung, Missbrauch von Alkohol.

Kräuteranwendung

Wassertreibende Kräuter sind: Attichwurzel, Alantwurzel, Brennesselsamen, Birkenblätter, Ginster, Hauchechel, die mittlere Rinde vom Holunder, die Holunderwürzelchen, Meisterwurz, Silbermantel, Rosmarin, Odermennig, Selleriewurzel, Wermut, Schellkrautwurzel, Meerzwiebel, Aronwurzel, Wacholderholz, Weinrebenstengel. Die wassertreibenden Kräuter wirken am besten, wenn sie in Weisswein gesotten werden und davon alle 2-3 Stunden eine kleine Tasse voll getrunken wird. Von diesen Kräutern nimmt man 3-4 zusammen, nach einer Zeit wieder andere und siedet sie in Wein.

Mittel gegen Wassersucht

Heilpflanze Erntezeit Gedeiht Lateinische Bezeichnung
Akelei Mai In Gärten
Auf Bergwiesen
Auf Waldwiesen
Aquilegia vulgaris
Alant Frühjahr
Herbst
Auf feuchten Wiesen
An Ufern
In Gräben
In Gärten
Inula helenium
Birke Frühjahr In Anlagen
In Wäldern
Auf Moorwiesen
Auf Feldern
Betula alba
Bitterklee Sommer Auf Torfwiesen
Auf Moorwiesen
Menyanthes trifoliata
Brennessel Frühjahr
Herbst
Überall Urtica dioica
Hanf Herbst
Sommer
Überall Cannabis sativa
Hauhechel Juli
Herbst
Auf Heiden
Auf Hügeln
Auf Feldern
Auf Streuwiesen
Auf Rainen
Ononis spinosa
Holunder Juni
Herbst
Frühjahr
In Auen
An Hecken
In Gärten
An Zäunen
Sambucus nigra
Hopfen September An Flussufern
An Zäunen
An Hecken
Humulus Lupulus
Immergrün Ganzjährig In trockenen, schattigen Wäldern
In Gebüschen
Zwischen Steinen
Auf Gräbern
Auf Friedhöfen
Vinca minor
Kalmus Frühjahr
Herbst
An Seen
An Teichen
An stillen Gewässern
Acorus calamus
Katzenschwanz Sommer Auf feuchten, sandigen, lehmigen Plätzen
An Bächen
Auf Wiesen
Equisetum arvense
Meisterwurz Herbst In den Alpen
Im Gebirge
Unter Huflattich
Imperatoria Ostruthium
Schellkraut Frühjahr
Herbst
Sommer
An Mauern
An Hecken
An Zäunen
In trockenen Wäldern
Chelidonium majus
Silbermantel Juni
Juli
In den Hochalpen Alchemilla alpina
Wacholder Herbst
Frühjahr
In Wäldern
Auf Heiden
In Gärten
Im Gebirge
Juniperus communis
Waldmeister Mai In Wäldern Asperula odorata
Wermut Juni
Juli
August
September
In Gärten
In den Alpen
Artimesia absinthium
Ysop Juni In Gärten Hyssopus officinalis
Zypresse Frühjahr
Herbst
Auf Friedhöfen
In Gärten
Cupressus



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