Weide

Beschreibung

Es gibt etwa 34 Weidenarten. Alle lieben einen Standort Auf feuchten Plätzen; man findet die Weide daher an Bächen, Seen, Teichen usw. Da die Weide jedermann bekannt ist, lässt sich ihre genaue Beschreibung hier entbehren.

Verwendung

Alle inländischen Weidenarten, insbesondere aber die Silberweide (Salix alba) und die Purpurweide (Salix purpurea) besitzen neben der eisengrünen Gerbsäure einen kristallisierbaren, etwas bitter schmeckenden Stoff (Salizin) in sehr grosser Menge. Diese zwei oben erwähnten Weiden sind in der Medizin gebräuchlich. Ihrer Mineralsalzbestandteile zufolge wird die Weidenrinde neben der Blutwurz (Tormentill) und Eichenrinde als ein zusammenziehendes Mittel benutzt. Die zusammenziehende Wirkung ist jedoch schwächer als bei der Eichenrinde und Blutwurz, aber dafür dem Verdauungsapparat viel bekömmlicher.

Das Weidenrindenbitter äussert seine Wirkung in der Art der Chinarinde, als ein wirklich anhaltendes nervenstärkendes Mittel. Die Weidenrinde kann überall dort, wo die zusammenziehenden Mittel wie die Eichenrinde und Blutwurz angezeigt sind, angewandt werden. Man zieht die Weidenrinde zum innerlichen Gebrauch den zwei vorerwähnten Mitteln vor, weil sie auf den Magen und Darm viel milder wirkt. Ihre Anwendung ist besonders dort angebrachzt, wo man nicht nur allein stärken, sondern auch die Spannkraft vermehren will; also die Nervenkraft heben muss.

Ausserdem leistet die Weidenrinde ausgezeichnete Dienste bei Blutungen aller Art, sowie bei Blutspucken, Durchfall, Magenkrampf, Fieber und insbesondere chronischem Rheumatismus. Unterleibskranke Frauen mit starkem Weissfluss finden durch die äusserliche Behandlung mit Weidenrindenabsud Heilung. Gegen dieses lästige und oft hartnäckige Übel (Weissfluss) mache man Scheidenspülungen mit Weidenrindenabsud bis die Beseitigung des weissen Flusses erzielt ist.

Zum innerlichen Gebrauch nimmt man bei Blutungen aller Art für eine Tasse Wasser 10 Gramm Weidenrinde und lässt sie etwa 4-8 Minuten sieden, seiht ab und trinkt den Tee nach Belieben gesüsst, am Tag öfter schluckweise; wer tagsüber keine Gelegenheit hat, trinke täglich vor dem Schlafengehen eine Tasse warm.

Zum äusserlichen Gebrauch nimmt man 10-15 Gramm Weidenrinde auf eine Tasse Wasser, setzt kalt an, und bereitet einen Teeabsud wie bei innerlichem Gebrauch.

Siehe auch

  • Krankheiten, die mit Weide behandelt werden



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