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Weissdorn |
Auch genanntMehlbeerbaum, Hagedorn BeschreibungDer Weissdorn ist ein 4-7 m hoher, dorniger, strauchiger Baum. Die Blätter sind auf der unteren Seite hellgrün und auf der oberen dunkelgrün, sie sitzen auf einem langen Stielchen. Ihre Art ist rautenförmig, manchmal auch einförmig und am Rande ungleich gesägt. Die Blüte ist weissrötlich, erscheint im Juni und steht aufrecht in Dolden. Aus der Blüte entwickelt sich eine schönrote Beere, mit mehreren Samen, sie ist ganz rund und sehr mehlhaltig, weshalb sie von den kleinen Kindern auch gern verspeist wird. Es hängen mehrere Beeren an einem Stielchen beisammen. Zum arzneilichen Gebrauch sammelt man die Beeren in der vollen Reife, im Herbst; die Blüte im Juni. Man findet den Weissdorn an Waldrändern, Hecken und Zäunen. VerwendungSo unbeachtet der Weissdorn an den Zäunen auch steht, umso wertvoller sind seine Beeren und Blüten in der Heilkunde. Schaut man heute die neuen und alten Kräuterarzneibücher durch, so findet man auch dort den Weissdorn unter den wichtigsten Heilkräutern, mit denen die Ärzte neue und gute Erfahrungen gemacht haben. Sieht man sodann noch die neuesten Erfahrungen der Apotheker auf dem Gebiete der Pflanzenmineralien-Entdeckung aufmerksam durch, so findet man den Weissdorn unter jenen Heilpflanzen, die eine Menge Heilmineralien besitzen und in der Heilkunde deshalb unentbehrlich sind. Einen solchen Platz erhält eine Pflanze nur dann, wenn sie tatsächlich eine Menge wertvolle Heilstoffe besitzt, wie man solche in grosser Menge im Weissdorn entdeckt hat. Apotheker Direktor Kröber schreibt: "Zucker, Asche mit bemerkenswerten Mengen an Aluminium-, Natrium-, Kalium-, Calzium-, Phosphor-Salzen." Wenn der Weissdorn in seiner Asche diese Mineralien in Mengen enthält, so ist es angebracht solche Heilmineralien hier etwas näher zu betrachten. Unter anderem Kalium mit Phosphor (Kaliumphosphoricum, biochemisch so genannt) kommt nach der Biochemie in der Blutflüssigkeit, in den Gehirn-, Nerven- und Muskelzellen vor. Dieses Mineralsalz ist für drei grosse Zellgewebe wichtig; einmal für das gesamte Nervensystem, zum anderen für die roten Blutkörperchen und für die Muskeln. Fehlt in den Gehirnzellen ein Teil dieses Salzes, so ermüden sie demzufolge leicht und schnell und man verliert dadurch dann die Widerstandskraft sehr bald und leicht, man wird also müde. Diese Müdigkeit stellt sich dort ein, wo dieses Mineralsalz in erforderlichen Mengen fehlt, sei es in den Gehirnzellen oder handelt es sich um eine Kraftminderung in den Muskeln oder Nervenzellen, stets wird sich der Mangel in irgend einer Form von Schwäche im Nervensystem bemerkbar machen. Hieraus geht klar hervor, warum die Homöopathie dem Mehlbeerbaum eine besondere Beachtung schenkt und seine Pflanzenmineralsalze in den homöopathischen Arzneischatz gelangt sind. Aus den frischen Weissdornblüten stellt die Homöopathie einen Geist (Tinktur) her. Dieses Mittel findet seine Verwendung bei Herzschwäche, die von schnellverlaufenden Krankheiten herrühren, sodann bei Herzerweiterung, Angina, Herzklopfen, Niedergeschlagenheit und auch Erschöpfungszustände, wenn sich die Erschöpfung nach der geringsten Anstrengung einstellt und auch bei Verdauungsschwäche nervöser Natur wird dieses Mittel gegeben. Somit ist eine niedergeschlagene Gemütsstimmung der beste Fingerzeig, den Weissdorn in obengenannter Form zur Hebung der Herzenergie in Anwendung zu bringen, wodurch dann nach längerem Gebrauche dieses Heilmittels das Nervensystem wieder seine normale Funktion erhält und auch von Ängstlichkeit, Traurigkeit, Gedächtnisschwäche, Weinerlichkeit und Zaghaftigkeit wird kaum mehr etwas vorhanden sein. Die Blüten des Weissdorn werden als Tee bei Fettsucht angewandt. Die alte Heilkunde empfiehtl die Weissdornbeeren in Weisswein gesotten als Trunk gegen Bauchgrimmen. Das alles leistet der Weissdorn mit seinen Beeren bei den verschiedenen Nervenleiden; hierbei denkt man unwillkürlich an die Mineralsalze Kalium, Phosphor usw., die der Weissdorn in Mengen enthält und die derartige Krankheiten zu beseitigen schnell in der Lage sind. Siehe auch
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