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Wermut |
Auch genanntBitterkraut, Bittersalz, Beifuss, Doppelbitterpflanze, Grabenkraut, Elfe, Hilligbitter, Warmede, Wermtenkraut, Wurmtod, Wiegenkraut, Wormkenkraut BeschreibungDiese Pflanze wird im Garten gezogen, jedoch findet man sie in Massen auch in den Alpen, blüht mattgelb, im Juni, Juli, August und September, hat graue Blätter. Der Wermut wird im Garten 50-100 cm, in den Bergen jedoch nur bis 15 cm hoch. Man sammelt das blühende Kraut (Juni, Juli, August und September) und trocknet es schnell im Schatten. VerwendungWermut ist eine der bittersten Heilpflanzen. Auch in der höchsten Verdünnung schmeckt man Wermutbitter heraus; deshalb wird er manchmal auch Doppelbitterpflanze genannt. Die verschiedenen Bestandteile (Pflanzensalze) des Wermuts besitzen eine aussergewöhnliche heilsame Eigenschaft, die zur Reinigung, Heilung, Stärkung und zum Wiederaufbau eines dahinsiechenden Körpers unbedingt notwendig sind. Rasch, unschädlich und gründlich bewirkt er die Heilung. Der Wermut ist wirklich für den ganzen Körper eine gesunde Arznei; er war schon oft Lebensretter unzähliger kranker Menschen und hat sich einen unsterblichen Ruf durch seine wunderbare Heilwirkung bei den verschiedenen Störungen im menschlichen Organismus erworben. Dies ist auch leicht erklärlich: Nur ein gesunder Körper erzeugt gesundes Blut, starke Nerven und Muskeln. Der Wermut macht es dem Magen möglich, die Speisen mit Leichtigkeit zu verdauen und regt gleichzeitig die Aufsaugung der gereinigten Nahrungsstoffe gewaltig an, um gesundes, brauchbares, nährhaftes Blut zu verschaffen, durch welches die verlorene Gesundheit wieder hergestellt wird. Wenn der Magen nicht in Ordnung ist, leidet der gesamte Körper, der Geist und das Gemüt; eine fortwährende Unzufriedenheit macht der früheren Heiterkeit Platz und macht dem Menschen das Leben zur Pein. In solchem Zustand wende man sich zum Wermut um Hilfe, er reinigt den Magen und den ganzen Verdauungsapparat, aber nicht nur dies allein vermag der Wermut zu leisten, sondern auch Augenschwäche, juckende Hautleiden und Flechten müssen ihm weichen. Dieses Kräutlein hat wirklich eine herrliche Heilwirkung, wenn das Leiden überhaupt noch zu entfernen ist. Wermut wird mit bestem Erfolg gebraucht bei Gelbsucht, Appetitlosigkeit, Gallenleiden, Bauchwassersucht, Bleichsucht, Würmer, Blähungen, Verstopfung, dann besonders gegen hartnäckige Leberentzündung und Verdauungsschwäche. Ewig kränkelnde Leute, mit bleicher Gesichtsfarbe, wackeligen Gliedern und schlechtem, verdorbenem Magen, ferner die von Ausschlägen, Leberleiden, Krämpfen und Blutarmut geplagt sind, sollen Wermut verehren wie Gold; solchen Leuten wird geraten: Wermutpulver frühmorgens mit Wasser oder Wein, Wermutpulver mittags in der Suppe, Wermutpulver abends mit Wasser oder Wein vor dem Schlafengehen zu nehmen und mit dieser Behandlung eine Zeitlang fortfahren. Dann wird der Patient bald genesen. Der verlorene Appetit kehrt wieder, die Unlust zur Arbeit verschwindet und das Gesicht fängt an zu blühen, der Kranke gewinnt im Leben mehr Freude und Lebensmut, er kann wieder mit den Gesunden fröhlich sein und an ihrem glücklichen Leben Anteil nehmen. Wermut beseitigt üblen Geruch aus dem Magen und Munde, verbessert die Magensäfte, regt die Verdauung an und schafft allen Unrat aus dem Magen und Darm mit dem Stuhl aus. Ausserdem ist der Wermut, wie schon sein Name "Wurmtod" sagt, das sicherste Mittel gegen die Würmer, er vertreibt diese, wenn man abends und morgens eine kleine Tasse Tee auf leeren Magen trinkt. Auch der Wermutwein ist bekannt als eine gute Arznei. Nach Dr. med. Grünfeld, prakt. Arzt, wirkt der Wermutwein stark appetitanregend und blutverbessernd; ferner sollen die Bleichsüchtigen und Blutarmen öfter von ihm Gebrauch machen, er fördert ihnen die Gesundheit sehr. Eine Kräutermischung mit Wermut wird als Kräutertee gegen Aufstossen verwendet. Siehe auch
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