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Ysop |
Auch genanntYspenkraut, Hizopf, Ysump BeschreibungDie Botanik zählt Ysop nebst anderen starkduftenden Heilpflanzen wie Lavendel, Rosmarin, Thymian und Salbei usw. zu der Familie der Lippenblütler. Ysop ist ein bis zu 60 cm hoher Strauch. Sein Stengel ist vierkantig und mit flaumigen Härchen versehen. Seine Blätter sitzen gegenständig, lanzettlich am Stengel und sind von schöngrüner Farbe; sie sind am Rande nach unten eingerollt. Ysop blüht hellblau, im Juni und Juli. Man findet ihn in unseren Gärten als Kulturpflanze; seine Heimat ist Vorderasien und die Mittelmeerländer. Zum arzneilichen Gebrauch sammelt man die Blüten und Blätter im Juni. VerwendungAn Mineralsalzen besitzt Ysop unter anderem einen eisengrünen Gerbstoff, Apfelsäure, Harze, Zucker und ein scharf gewürzhaft schmeckendes, flüchtiges Öl. Demzufolge und wegen seiner anderen Mineralien wird der Ysop in Teeform, wie alle schnell- und kräftigwirkenden Heilpflanzen für sich allein, aber auch in Verbindung mit anderen ähnlich wirkenden Heilpflanzen, zur Absonderung des zähen Schleimes bei Lungenschwindsucht mit Erfolg angewandt. Bei Asthma ist Ysop wegen seiner ausgezeichneten schleimlösenden Wirkung sehr geschätzt und wird auch bei Verdauungsschwäche, wo Verschleimung die Ursache ist, sodann bei Husten jeder Art, Brustleiden, Bronchitis, Heiserkeit und wegen seines schnellwirkenden ätherischen Öles, insbesondere bei allgemeiner Schwäche, zur Stärkung der Nerven und Organe angewandt. Schon vor über tausend Jahren, ohne dass man damals seine ausgezeichneten Heilmineralien gekannt hätte, haben die alten Ärzte ihn angewandt. Der Leibarzt Kaiser Ferdinands, J. A. Matthiolus, der ein grosses Kräuterbuch mit über tausend Heilkräutern mit genauer Beschreibung verfasst hat, spricht dem Ysop bei Gelbsucht und Wassersucht eine gute Heilwirkung zu. Ausserdem empfiehlt er Ysop bei starkjuckendem Kopfleiden als ein sicher wirkendes Mittel. Hieraus ist zu verstehen, warum Ysop in der Volksheilkunde bei Krätze als ein zuverlässiges Heilmittel geschätzt und benutzt wird. Da bekanntlich Ysop mit Thymian den Darm erwärmt und bei öfterem Gebrauch die Nerven stärkt, heilt er sicher Darmkatarrh und Verstopfung. Wo Darmschwäche infolge Verschleimung zugegen ist, nimmt man Ysop, Thymian und Bibernelle und siedet sie zu gleichen Teilen in Weisswein und trinkt am Tag öfter einen Schluck; dieser Wein entschleimt und stärkt den Darm mit Gewalt. Die Schwindsüchtigen und Nachtschweisskranken, die sehr geschwächt sind, sollen Ysop wie Gold schätzen, sie finden durch die obenerwähnten Heilkräuter und besonders durch das Ysopkraut grosse Hilfe gegen ihre Leiden. Ysop wird auch als Teemischung gegen Alpdrücken verwendet. Siehe auch
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